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Jüdisches Lehrhaus Göttingen e.V.

gegründet am 16. Juni 2002

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Ein Lehrhaus ist kein Haus aus Stein, sondern aus Worten.

 

Nächste Veranstaltung:

„Ich war ein Wolfskind aus Königsberg“

mit Ursula Dorn

am 15. April 2018 um 16 Uhr im Löwenstein, Rote Straße 28

Mehr als sechs Jahrzehnte mussten vergehen, bis die 1935 in Königsberg geborene Ursula Dorn den Mut fasste, das in einem Buch zu erzählen, was sie als 10-jähriges ostpreußisches Kind erlebt hatte. Gleichzeitig wollte sie mit dem Buch dem litauischen Volk für die Hilfe, die vielen der Wolfskinder durch die litauische Bevölkerung zuteil geworden war, danken.

Wolfskinder werden die aus Ostpreußen, also der ehemaligen deutschen Region um Königsberg, stammenden und ins benachbarte Litauen geflüchteten Kinder genannt. In Kaunas lebten vor dem Krieg 40.000 Juden, dort befand sich in den Nachkriegsjahren ein Sammelpunkt hunderter bettelnder Wolfskinder, unter denen auch jüdische Kinder waren.

Litauen war bei den einmarschierenden Sowjets zwar auch nicht besonders beliebt, hatte sich das Land doch 1941 auf die Seite Hitler-Deutschlands gestellt und mit einem Aufstand mitgeholfen, die sowjetische Besatzungsmacht zu vertreiben. 1944 sind die Sowjets wieder da, die Drangsalierungen der Bevölkerung, die Willkür und die Deportationen nach Sibirien gingen wieder los.

Die Referentin ist Ehrenmitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten.

 

Bereits am Mittwoch, 11. April, spielen und singen am Vorabend von Jom-ha Scho’a, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, im Löwenstein Mitglieder des KlezPo, Klezmer-Projekt-Orchester, unter Leitung von Wieland Ulrichs von 20 bis 21 Uhr jiddische Lieder. Diesmal steht zum Mitsingen und Lernen der Song „Dona dona“ auf dem Programm. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song.

 

Der jüdisch-christliche Kalender für 2018 ist erschienen. Er umfasst das komplette jüdische Jahr 5778 sowie die ersten Monate 5779. Wie immer ist der Kalender gegen eine Mindestspende in Höhe von 1 EUR pro Stück bei den Innenstadt­buchhandlungen Hertel, Frauenbuchladen Laura und Roter Buchladen, bei Calvör in Bovenden sowie in der Begegnungsstätte Löwenstein erhältlich.

 

Veranstaltungen 2018

(Änderungen aus aktuellem Anlass sind möglich):

Wenn nicht anders angegeben: Beginn jeweils um 16 Uhr in der
Begegnungsstätte Restaurant Löwenstein, Rote Straße 28, 37073 Göttingen.

21. Januar: „Stimmen der 95“ – Aus den Erinnerungen der 1933 vertriebenen Wissenschaftler der Uni Göttingen mit Hinrich Lange u.a.

Im Rahmen des Bündnis 27. Januar:

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

18. Februar: „Jiddische Lieder zum Mitsingen und Lernen mit dem KlezPO“, Leitung Wieland Ulrichs

30. März: „1. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. (Freitagabend; Unkostenbeitrag für Speisen und Getränke)

15. April: „Der Comic aus der Hand jüdischer Zeichner“ von ,Vater und Sohn‘ bis ,Wonder-Woman(verlegt in die Kulturtage);

27. Mai: „Die Kindertransporte“ (angefragt)

15. – 17. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 16. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag (Programm-Flyer im Mai)

Im Juli wegen der Sommerferien kein Lernnachmittag

19. August: „Klezmer-Konzert“ mit den Evas

16. September: „Die jüdische Mathematikerin Emmy Nöther
mit Dr. Cordula Tollmien

21. Oktober: „Konzert“ nach Ansage

9. November: „Kabbalat Schabbat“ am Mahnmal der ehemaligen Synagoge (17.15 Uhr – Obere Masch); ab etwa 19.30 Uhr: „Lange Nacht der Erinnerung“ – Die jüdische Gemeinde in Bovenden
im Begegnungszentrum Löwenstein

9. Dezember: „7. Tag Chanukka – Feier mit Konzert“ bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V.
(Für Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben)

 

Veranstaltungen 2017

(Änderungen aus aktuellem Anlass sind möglich):

15. Januar: „Jüdische Stimmen aus Göttingen“ mit Hinrich Lange; Im Rahmen des Bündnis 27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

26. Februar: „Mittelalterliche Synagogen im Aschkenaz
mit Dr. Kristina Krüger

19. März: „Frauen in den unterschiedlichen Strömungen des Judentums“ mit Hiltrud Hadassa Geburek

10. April: „1. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde (Montag!)

13./14. Mai: „Die Gebete der Frauen“ (Werk der Fanny Neuda) mit Eva Tichauer Moritz

15. – 18. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 15. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag (Programm-Flyer im Mai)

20. August: „Klezmer – mehr als jiddische Musik“
Konzert mit den „Evas – Klezmerband aus Göttingen“

16./17. September: Exkursion nach Speyer und Worms zu zwei Städten des SHUM; kostenpflichtig für Fahrt und Übernachtung

 

22. Oktober: „Vom II. Vatikanischen Konzil bis Papst Franziskus“: Ein ,Streitgespräch‘ mit Pfarrer Hans Haase und Mitgliedern des Jüdischen Lehrhauses

 

9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“: Vorübergehende Heimat im Land der Täter: Der Kibbuz auf dem Streicher-Hof; Beginn gegen 19.30 Uhr

 

17. Dezember: „5. Tag Chanukka – Feier mit Konzert“

Für die Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben

 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Der Eintritt ist in der Regel frei (Ausnahmen bei Bewirtung) – Kaffeepause eingeplant – über kleine und große Spenden freuen wir uns

Bei Fragen zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an
Eva Tichauer Moritz oder Marie-Luise Küsgen

Veranstaltungen 2016

 

17. Januar: „Judentum und Ökologie“ – Zu Tu Bischwat (Neujahr der Bäume) mit Rabbiner Dr. Almekias-Siegl im Rahmen des Bündnis 27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

21. Februar: „Boris Dorfman – A mentshmit Maria Milagros Sanchez und Antonius Maria Grüber (NEU)

20. März: „Die Zehn Gebote – Schwerpunkte rabbinischer Auslegung“
mit Eva Tichauer Moritz: Die Zehn Gebote finden wir überall, zum Beispiel auszugsweise im Strafgesetzbuch, aber auch als Darstellung, wie in den beiden Türen des Gebäudekomplexes „Löwenstein“.

23. April: „2. Seder“ – Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde

Für die Speisen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag erhoben

22. Mai: Exkursion nach Erfurt

16. – 19. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 14. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz und Vortrag (Programm-Flyer im Mai)

14. August: „Mein Herz tanzt“; Filmausschnitte und Diskussion, entfällt – dafür jetzt (vom März): „Judentum und Koran“ mit Prof. Tilman Nagel (Termin eine Woche früher als laut Kalender geplant)

18. September: „Die Memoiren der Glückel von Hameln“

23. Oktober: „Simchat Thora – das Fest der Thora-Gebung“; Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde

9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“ (Beginn wie immer gegen 19.30 Uhr)

18. Dezember: „Chanukka – Vor dem Fest“; Einstimmung auf die Feiertage

 

Veranstaltungen 2015

18. Januar: „Tagebuch der Grete Paquin“ – Ereignisse 1933 an der Uni Göttingen, mit Hinrich Lange, im Rahmen des Bündnis 27. Januar

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

15. Februar: „Theater (nicht nur) für Kinder“

22. März: „Jesaia: Lieder vom G‘ttesknecht“, mit Rabbiner Salomon Almekias-Siegl

26. April: Fahrt nach Bergen-Belsen – Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers

17. Mai: Befreiung 1945? „Berichte überlebender KZ-Häftlinge“

16. – 21. Juni: Jüdische Kulturtage anlässlich des 13. Jahrestages des Lehrhauses mit offenen G‘ttesdiensten in der Synagoge Rote Straße 28 sowie Musik, Tanz oder Vortrag (Programm-Flyer ab Mitte Mai)

19. Juli: Exkursion nach Hannover: Besuch der Orthodoxen sowie der Jüdisch-bucharisch-sefardischen Gemeinde

Im August wegen der Sommerferien kein Lernnachmittag

20. September: „Zu den Hohen Feiertagen – das Kol Nidrejmit
Kantor François Lilienfeld

18. Oktober:Jüdische Gauchos – musikalische Lesung von und mit Lucian Plessner

9. November: „Lange Nacht der Erinnerung“: Von ,Jude Bauer‘ zum Nazijäger – Hessens Generalstaatsanwalt Fritz Bauer – Beginn gegen 19.30 Uhr

13. Dezember: Chanukka-Feier bei und mit der Jüdischen Kultusgemeinde ab 18 Uhr in der Begegnungsstätte Restaurant Löwenstein

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Eintritt frei – Kaffeepause eingeplant – über kleine und große Spenden freuen wir uns

Bei Fragen zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an
Eva Tichauer Moritz oder Marie-Luise Küsgen

Auch im Programm:

Israelische Tänze mit Roxana Alvarez Tichauer

Tänze voller Lebensfreude – von den Anfängen der Siedlerbewegung bis heute. Von traditionell bis modern, von ruhig bis schnell. Da wir vor allem Kreistänze tanzen, ist kein fester Partner erforderlich.
Wir treffen uns einmal im Monat – in der Regel vor dem Lehrhaustermin bei Arbeit und Leben.
Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Nähere Informationen bei Marie-Luise Küsgen

 

Das jüdische Bildungsproblem auf allen Stufen und in allen Formen ist die jüdische Lebensfrage des Augenblicks:
Des Augenblicks. Denn wahrhaftig: die Zeit zum Handeln ist gekommen –
„Zeit ists zu handeln für den Herrn – sie zernichten deine Lehre“ (Ps.119,126).

Franz Rosenzweig, der Begründer des Freien Jüdischen Lehrhauses in Frankfurt (1920), in einem an Hermann Cohen adressierten Aufruf aus dem Jahre 1917

 


Am 24. Juli 2005 wurde die
Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. 
gegründet. Veranstaltungen und Informationen auf der eigenen Homepage.
 


 

Die Vorsitzende des jüdischen Lehrhauses Göttingen und der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen begründet ihre von vielen Betroffenen geteilte Ablehnung der Projekte "Stolpersteine".

Letzte Änderung 10.3.2015
Webadministrator: Alexander Gutowski.
Dr. Cordula Tollmien hat die Seite bis Januar 2007 betreut, anschließend bis Oktober 2011 war Petra Hangaly verantwortlich.

Hier finden Sie eine alphabetische Übersicht über alle Dateien dieser Homepage, die sich allerdings noch im Aufbau befindet. Deshalb zunächst einmal nur alles zu Hilde Domin, Elisa Klapheck und Franz Rosenzweig!

 

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